{"id":672,"date":"2017-12-15T18:39:33","date_gmt":"2017-12-15T17:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deta-online.com\/?p=672"},"modified":"2017-12-15T18:43:47","modified_gmt":"2017-12-15T17:43:47","slug":"podiumsdiskussion-zum-thema-identitaetssuche-zwischen-kulturen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.deta-online.com\/?p=672","title":{"rendered":"Podiumsdiskussion zum Thema &#8222;Identit\u00e4tssuche zwischen Kulturen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Der Entwicklungsverein Kafro e.V und der Unterst\u00fctzungs- und Entwicklungsverein Arkah e.V waren die Organisatoren der Podiumsdiskussion zum Thema &#8222;Identit\u00e4tssuche zwischen Kulturen&#8220; am 09. Dezember 2017. Diese Podiumsdiskussion begann um etwa 19:00 Uhr und fand im Saal der St. Aphrem und St. Theodoros-Kirche in Gie\u00dfen statt.<br \/>\nDie Moderatorin des ersten Teils der Podiumsdiskussion, Gabriela Turgay, er\u00f6ffnete die Veranstaltung und bat Ibrahim Ay vom Entwicklungs- und Unterst\u00fctzungsverein Arkah, die knapp 200 Besucher \u00fcber das Ziel des Abends zu informieren. Der Vertreter des Vereins betonte, dass vor allem die Frage, wie die Identit\u00e4t der in Europa lebenden Suryoye einzusch\u00e4tzen sei, diskutiert werden sollte. Diese Fragestellung n\u00e4mlich w\u00fcrden sich viele Jugendliche immer wieder stellen.<br \/>\nDanach setzten die speziellen G\u00e4ste der Podiumsdiskussion mit Kurzvortr\u00e4gen das Programm fort.<br \/>\nDr. Yousef Kouriyhe, Lektor in der Fachrichtung Semitistik an der Freien Universit\u00e4t Berlin, machte den Anfang und erkl\u00e4rte den Ursprung des Namens &#8222;Tur Abdin&#8220;, die Heimat der Suryoye in der S\u00fcd-Ost-T\u00fcrkei. Er ging auf die verschiedenen Herrscher, unter denen die Suryoye seit Christus lebten, genauer ein und erg\u00e4nzte, wie sich die Identit\u00e4t bis zur Gegenwart entwickelt hat.\u00a0<br \/>\nSanherib Ninos, Historiker, Philosoph und klassischer Philologe sowie Lehrer, beschrieb, aus welchen verschiedenen S\u00e4ulen eine Identit\u00e4t \u00fcberhaupt bestehe. Dass Menschen und vor allem Jugendliche, die in der europ\u00e4ischen und aram\u00e4isch\/assyrischen Kultur gleichzeitig aufwachsen, sich unklar \u00fcber ihre Identit\u00e4t sind, veranschaulichte der Lehrer \u00fcber seine Abbildungen.<br \/>\nEinen Einblick \u00fcber den Verlauf und die Entwicklung der aram\u00e4ischen Sprache gab Zeki Bilgic, der an der Forschungsstelle f\u00fcr Aram\u00e4ische Studien an der Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt am Main aktiv ist. Gleichzeitig ist Bilgic Mitglied und Koordinator der Institution f\u00fcr die aram\u00e4ische Sprache &#8222;NISIBIN&#8220;. Er verglich einzelne Abschnitte der aram\u00e4ischen Sprache miteinander und wies auf die Unterschiede zwischen den Epochen. Zeki Bilgic verdeutlichte die Wichtigkeit der aram\u00e4ischen Sprache als Hauptbestandteil der Identit\u00e4t der Suryoye.<br \/>\nDie Stadtverbandsvorsitzende der FDP und Ratsfrau der Stadt Delbr\u00fcck, Roze \u00d6zmen, stieg mit den Worten: &#8222;Wer k\u00e4mpft, kann verlieren. Wer nicht k\u00e4mpft, hat schon verloren.&#8220; in ihre Rede ein. \u00d6zmen zog Parallelen zwischen der S\u00fcd-Ost-T\u00fcrkei und Deutschland und lobte unter anderem die viele\u00a0 M\u00f6glichkeiten, die die Suryoye in Deutschland haben, um ihre Identit\u00e4t hier bewahren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nNach der 15-min\u00fctigen Pause las Pfarrer Lahdo Aydin (Pfarrer der Gastgeber-Gemeinde) den Brief des Bischofs Mattias Nayis bez\u00fcglich dieser Podiumsdiskussion vor. In diesem Brief kam die Zufriedenheit des Bischofs mit Veranstaltungen solcher Art zum Vorschein, weshalb er es bedauerte, aufgrund terminlicher Gr\u00fcnde nicht teilnehmen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Anschluss f\u00fchrte der Journalist Yawsef Beth Turo die Podiumsdiskussion, an der neben den oben genannten speziellen G\u00e4sten noch Lahdo Bozdemir als Organisator des Abends und Vorsitzender des Entwicklungsverein Kafro sowie Ibrahim Ay vom Entwicklungs- und Unterst\u00fctzungsverein Arkah teilnahmen und die Fragen der Besucher und des Moderators beantworteten. Hierbei hatten die Besucher die M\u00f6glichkeit, ihre Fragen gezielt an eine der Personen am Tisch der Podiumsdiskussion zu stellen.<br \/>\nVerschiedene Ansichten und Meinungen wurden zum Thema der Identit\u00e4tssuche zwischen Kulturen sachlich diskutiert.<br \/>\nEinig sind sich die G\u00e4ste \u00fcber die vielen M\u00f6glichkeiten, die in Deutschland ausgesch\u00f6pft werden k\u00f6nnen, da die meisten Suryoye hier sesshaft sind und die Jugendlichen von zum Beispiel Bildung profitieren k\u00f6nnen. Die Heimat solle jedoch nicht vergessen werden, auch wenn man in Euripa lebt. Die noch in der Heimat lebenden Menschen sollten von hier unterst\u00fctzt werden, damit die Identit\u00e4t in ihren Wurzeln nicht verloren gehe. Mit diesen Worten schloss der Moderator Yawsef Beth Turo die Podiumsdiskussion, die bei anschlie\u00dfendem Kaffee und Kuchen einen gem\u00fctlichen Ausklang fand.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.deta-online.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/FB_IMG_1513266492062.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.deta-online.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/FB_IMG_1513266492062-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-673\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Entwicklungsverein Kafro e.V und der Unterst\u00fctzungs- und Entwicklungsverein Arkah e.V waren die Organisatoren der Podiumsdiskussion zum Thema &#8222;Identit\u00e4tssuche zwischen Kulturen&#8220; am 09. Dezember 2017. Diese Podiumsdiskussion begann um etwa 19:00 Uhr und fand im Saal der St. Aphrem und St. Theodoros-Kirche in Gie\u00dfen statt. 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